Sonntag, 28 August 2016 10:02

Zucht des Perlhuhnbärblings, Danio margaritatus

geschrieben von  Tobias Langer
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Mein Ziel war es Fische nicht nur zu halten, sondern auch zu vermehren. Seit einigen Monaten schwimmt eine Gruppe aus zehn Tieren in meinem Gesellschaftsbecken zusammen mit einer Gruppe Panda-Panzerwelsen (Corydoras panda) und einem Ringelhechtling (Epiplatys annulatus), welcher bald umziehen wird.

Zuchtaufbau

Mein Gesellschaftsbecken mit 54 Liter Fassungsvermögen ist mit feinem schwarzen Sand und diversen Pflanzen wie Sumatrafarn und Riesen-Wasserfreund ausgestattet. Für die Optik befindet sich noch eine Mangrovenwurzel im Becken. Das Standardaquarium, wie es in jedem Zoofachhandel gibt ist mit einem Eheimfilter und der Standard T8 2×15 Watt Beleuchtung ausgestattet.

Der Weg zum Erfolg

Da in meinem Becken weder Moose noch feinfiedrige Pflanzen vorhanden waren, habe ich eine handvoll Moos von einem befreundeten Züchter bekommen.

Diese habe ich direkt in mein Becken gegeben und kaum fünf Minuten später sah ich die ersten Perlhuhnbärblinge über dem Moos toben. Perlhuhnbärblinge lieben Moos und dies ist immer ein Anreiz für sie, ihren Laich abzulegen. Da mein Besatz, Laich über alles liebt, stufte ich die Chance als sehr gering ein, dass sich dort Nachwuchs entwickeln könnte. Aus diesem Grund habe ich einen kleinen Behälter aus Plastik in das Becken gestellt, welches mit einem Netz abgedeckt wurde. Auf diesem wurde das Moos sowie ein Lavastein gelegt. Dies hat den Vorteil, dass Laich durch die kleinen Löcher im Netz direkt in den Behälter absingt – wo keine Fische ran kommen.

Hier habe ich jedoch nur alleine an diese tolle Idee gedacht. Die Perlhuhnbärblinge fanden diesen Behälter nicht so toll und machten einen weiten Bogen um diesen. Nach zwei weiteren Tagen habe ich mich dazu entschlossen, das Netz und das Moos direkt in den Behälter zu legen und wieder mit dem Lavastein zu beschweren. Der Stein dient nicht nur dazu, dass Moos an Ort und Stelle zu halten, sondern auch um den Behälter auf dem Boden zu halten. Ein Glasbehälter ist deutlich besser geeignet, war bei mir aber nicht griffbereit.

Immer wieder sehe ich nun, dass die Perlhuhnbärblinge über dem Behälter schwimmen. Ein direktes ablaichen konnte ich leider nicht erneut beobachten. Zudem sah ich immer wieder Panzerwelse im Behälter, welche meine Chance auf Nachwuchs nahezu gegen Null sinken lassen.

Ich lasse mich aber dennoch nicht davon abbringen es wenigstens mal zu versuchen. Nach fünf Tagen nahm ich den Behälter aus dem Becken und stellte diesen neben das Aquarium. Zimmertemperatur reicht in der Regel dafür aus, da diese meinst um 21 °C liegt. Da ich allerdings den ganzen Tag arbeiten bin, ist die Heizung aus und bei winterlichen Temperaturen im Dezember, sinkt die Zimmertemperatur auf ca. 16 °C. Mit einer kleinen LED Buchlampe, aus einem Schwedischen Möbelhaus, beleuchtete ich das Moos weiter. In der Regel schlüpfen die Larven nach ca. fünf bis sieben Tagen. Bei mir dauerte es jedoch zwölf Tage bis ich die ersten Larven entdecken konnte. Dies lag mit großer Wahrscheinlichkeit an der geringen Temperatur. Die Freude war groß, als meine Sorge, dass der Laich aufgefressen wurde unbegründet war.

Gesamtaufnahme des Aquariums. Feine Pflanzen zum Ablaichen gibt es nur im dafür vorgesehenen Kasten

Gesamtaufnahme des Aquariums. Feine Pflanzen zum Ablaichen gibt es nur im dafür vorgesehenen Kasten.

Ablaichschale mit Gitter und Pflanzen

Ablaichschale mit Gitter und Pflanzen.

Ablaichschale ohne Gitter und Pflanzen

Ablaichschale ohne Gitter und Pflanzen.

Aufzucht

Ein extra Aquarium habe ich für die Aufzucht nicht eingerichtet denn ich hatte nicht die Zeit ein neues Aquarium einzurichten. Ich nahm also ein altes 25 Liter Becken, und stellte dort mein Behälter mit den Larven hinein. Das Becken befüllte ich mit Wasser und installierte einen kleinen Regelheizer, welches das Wasser auf 24 °C aufheizt. Dort sollten sich die kleinen jetzt wohlfühlen.

Alle zwei Tage wechselte ich einen halben Liter Wasser. Aufgefüllt habe ich mit dem Wasser aus meinem Gesellschaftsbecken, welche nahezu die gleichen Wasserwerte und Temperatur haben.

In der Regel füttere ich meinen Nachwuchs in den ersten Tagen mit Pantoffeltierchen. Diese habe ich allerdings durch mangelnde Pflege verloren. Also gab es in den ersten Tagen nur Staubfutter. Nach einer Woche habe ich Pantoffeltierchen zugefüttert. Essigälchen, welche besonders gern von kleinen Fischen oder Larven genommen werden gab es nach gut zwei Wochen. Seitdem füttere ich abwechselnd Essigälchen, feines Granulat sowie Sealife Power Paste von www.AQ4Aquaristik.de. Die Paste hat den Vorteil, dass sich diese gut portionieren lässt und die lösenden Futterteilchen recht fein sind. So ist gewährleistet, dass jeder kleine Perlhuhnbärbling etwas abbekommt.

Der Ablaichkasten wurde etwas beleuchtet

Der Ablaichkasten wurde etwas beleuchtet.

Schnecken halten den Boden sauber

Schnecken halten den Boden sauber.

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