Erste Erfahrungen mit der Etagenzucht
Mittwoch, 27 Juli 2016 13:21

Erste Erfahrungen mit der Etagenzucht

geschrieben von  Patrick Kemnitz
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Etagenzucht heißt, daß von den Elterntieren mehrere Bruten in einem Becken großgezogen und die Jungtiere auch weiterhin geduldet werden. Es ist sogar sehr ratsam, die Jungen im Aquarium mitschwimmen zu lassen, weil sie den Eltern bei der Aufzucht der nächsten Generation behilflich sind.

In diesem Bericht beschränke ich mich auf zwei Buntbarscharten, die Etagenzucht betreiben. Da wäre einmal Neolamprologus spec. „daffodil", den ich im Zoohandel unter dem Namen „Königin von Sambia" gesehen habe, und als zweites Julidochromis marlieri mit dem deutschen Namen Schachbrett-Schlankcichlide.

Diese beiden Arten halte und züchte ich seit ca. 1½ Jahren erfolgreich. Beide Arten hatten bei mir vor kurzem ein neues Gelege. Zuerst hat das Männchen eine kleine Grube unter zwei Schieferplatten gegraben, dann hat es die vom Weibchen gelegten Eier an der Höhlendecke befruchtet. Die Larven sind nach ca. 24-72 Stunden mit einem kleinem Dottersack geschlüpft, nach weiteren 3 Tagen schwammen sie frei um die Bruthöhle herum, wo sich auch die erste Generation aufhielt. Der Dottersack war nun aufgebraucht. Weiter aufgezogen habe ich sie mit Artemia-Nauplien, Microwürmchen und später mit feinem Flockenfutter, womit sie relativ schnell heranwuchsen. Jedoch fiel mir bei der Aufzucht dieser beiden Arten auf, daß die Jungtiere von J. marlieri nicht ganz so rasch wuchsen wie die von N. „daffodil". Bei beiden Arten mußte ich schon einige Jungtiere in andere Becken umsetzen, weil es sonst zu voll geworden wäre. Trotz der Etagenzucht, die diese beiden Arten betreiben, ist mir aufgefallen, daß das Elternpaar nicht mehr ablaicht, wenn zuviel Fische in dem Zuchtbecken sind. Zum Beispiel hatten meine Julidochromis marlieri seit ein paar Monaten nicht mehr gelaicht. Daraufhin habe ich einige Jungfische umgesetzt, und schon zwei Tage später habe ich neue Eier an der Höhlendecke entdecken können. Vielleicht war das Aquarium auch zu klein oder es bot den Fischen zu wenig Verstecke, jedenfalls legten sie bei zu hohem Fischbestand eine Laichpause ein.

Wer solche Barsche gern züchten möchte, sollte sich ein Artenbecken für diese anlegen, weil es sonst leicht zur Überbevölkerung kommen kann.

Wer nun noch Fragen hat oder etwas über diese Fische wissen möchte, der kann mich  gerne anrufen.

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