Mittwoch, 27 Juli 2016 12:47

Afrikanischer Schmetterlingsbuntbarsch, ein in Vergessenheit geratener "Zwergbuntbarsch"

geschrieben von  Patrick Kemnitz
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Der Afrikanische Schmetterlingsbuntbarsch, Anomalochromis thomasi oder auch Thomas Prachtbarsch genannt, kommt aus Afrika, Sierra Leone, wie man es schon am Namen erkennen kann. Sicherlich werden viele unter uns Aquarianern jetzt sofort an den in allen Regenbogenfarben leuchtenden Schmetterlingsbuntbarsch denken, aber merken, dass derjenige aus Südamerika stammt. Das ist auch der Grund dafür, dass man immer häufiger den Südamerikanischen als den Afrikanischen Schmetterlingsbuntbarsch sieht, obwohl die Pflege und Zucht des Erstgenannten viel schwieriger ist, als die des zweiten. Klar ist der Südamerikaner auf den ersten Blick attraktiver, doch auch wenn man sich A. thomasi genauer anschaut,  wird man seine Schönheit entdecken können: die hellblau schimmernden Punkte, die über den ganzen Körper verteilt sind, den gelbroten Streifen in der Rückenflosse und natürlich die grauschwarzen Streifen/Punkte, die einen schönen Kontrast bilden und besonders bei der Balz zur Geltung kommen.


Wie schon oben erwähnt, ist der Thomas Prachtbarsch unproblematischer. Er stellt keine besonderen Ansprüche an die Wasserchemie. Im Gegensatz zu Papiliochromis ramirezi kann man ihn auch ohne weiteres in härteres Wasser setzen, da dieser Fisch in Wassergebieten vorkommt, in denen sich das weiche Wasser der Flüsse mit dem harten Wasser der Küstenzone vermischt. Die Temperatur sollte sich um 25 Grad Celsius bewegen.
Mit diesen eher niedrigen Ansprüchen ist er auf jeden Fall "gesellschaftsfähig", also auf deutsch gesagt kann man A. thomasi ohne Probleme zusammen mit anderen Fischen im Gesellschaftsaquarium halten. Auch die Pflanzen bleiben unversehrt und an ihrem Platz stehen, da dieser friedliche Vertreter nicht wühlt. Trotzdem wird er dankbar sein, wenn man den Bodengrund mit feinkörnigem Kies auslegt. Das Aquarium sollte ein paar Höhlen aus Steinen und Wurzeln, eine einigermaßen dichte Bepflanzung und mindestens 60 Liter Wasser beinhalten. Er nimmt zwar gerne Frost- und Lebendfutter, man kann ihn aber auch mit Trockenfutter oder Grünfuttertabletten ernähren.
Es wäre wirklich schade, wenn dieser Fisch immer im Schatten seines Namensvetters stehen würde.

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