Beim Besuch einer Zierfischbörse sollten Sie bedenken, daß
die dort angebotenen Zierfische von Hobby-Aquarianern im heimischen Wasser
gezüchtet und mit Liebe und Sorgfalt aufgezogen wurden.
Die Zierfische haben von daher einen hohen Qualitätsstandard und
sind in der Regel unempfindlicher als der Wildnis entnommene Tiere, die
evtl. mehrere Tage im Beutel und in diversen Zwischenstationen verbringen.
Trotz alledem erfahre ich immer wieder, daß Zierfischbörsen-Besucher
Pech mit Ihren dort gekauften Fischen hatten, nicht weil Sie schlecht in
der Qualität waren, sondern weil der Käufer gravierende Fehler
begangen hat, wie ich aus kurzen Gesprächen erfuhr. Um einem großen
Teil Fehlern vorzubeugen, die auch ich im Laufe meiner aquaristischen
Tage und Jahre gemacht habe, dachte ich an eine Veröffentlichung in
unserer Vereinszeitung, um Ihnen und Ihren Pfleglingen das Leben zu erleichtern.
Um Zierfische zur Zucht zu motivieren, bedarf es Voraussetzungen, die
sie in Ihrer natürlichen Umgebung vorfinden. Ich meine damit nicht
die Ausstattung des Aquariums, sondern vielmehr den Wasserchemismus. Sicher
will sich nicht jeder, der der Aquaristik frönt, ausgiebig damit beschäftigen,
doch sollte man gewisse Grundsätze für eine gewissenhafte Haltung
kennen. Ich werde die ganze Sache vereinfacht darstellen.
Ihr auf der Börse gekaufter Zierfisch verläßt das Becken
und wird in einer Tüte mit etwas Luft eingepackt. Um Streß während
des Transports zu vermeiden, wird er vom Börsenaussteller in Zeitungspapier
eingewickelt, was sicher auch ein weiteres Abkühlen auf dem Nachhauseweg
verhindert. Zu Hause angekommen, sollten Sie Ihre Pfleglinge nicht sofort
in Ihr neues Heim entlassen, denn hier wird in der Regel der 1. große
Fehler gemacht. Legen Sie die erworbenen Zierfische im geschlossenen Beutel
in das Aquarienwasser, so daß sich die Temperatur im Beutel angleicht
(ca. ½ Std.)
Nun sollten Sie die Neulinge natürlich nicht ohne weiteres ins
Becken lassen, sondern gleichen Sie das Wasser, besser die Chemie, in kleinen
Schritten an. Nehmen Sie ein Schnapsglas oder ein anderes kleines Behältnis
und führen Sie dem Beutel Ihr bereits „eingefahrenes Aquarienwasser"
in mehreren Schritten zu. Ich habe die Erfahrung gemacht, je länger
man sich Zeit für diesen Vorgang läßt, um so weniger Ausfälle
treten auf. Natürlich sollten Sie Ihre Neulinge nicht in der Tüte
übernachten lassen.
Nach dem Einbringen ins Aquarium stellen Sie unter Umständen fest,
daß Ihr Pflegling, je nach Einrichtung Ihres Aquariums erstmal für
kurz oder lang von der „Bildfläche" verschwindet. Logisch ist, daß
er sich orientiert, und sich sein neues Zuhause genau ansieht.
Bei untereinander aggressiveren Fischarten, ich denke hauptsächlich
an Cichliden oder an andere revierbildende Fischarten, hat es sich bewährt
die Neulinge in der Dämmerung einzusetzen, damit Sie nicht gleich
der Verfolgung ausgesetzt sind. Sie haben somit eine Nacht zur Eingewöhnung.
Häufig wird den Neulingen gleich Futter angeboten. Ihre „Neuen"
kommen wohlgenährt auf die Fischbörse. Sie werden 2-3 Tage ohne
Futter locker verkraften. Meist kennen Ihre „Alten" die Füttergewohnheiten
und drängeln sich eh vor, so daß „Neue" am ersten oder zweiten
Tag nur zusätzlichem Streß ausgesetzt werden.
Achten Sie nach einer Neubesetzung auf Ihre Zierfische, denn Krankheiten
bei Zierfischen entstehen zu 99% durch Streß, Veränderungen
der Umgebung oder der Wasserchemie.
Die wohl bekannteste Streßkrankheit ist der Ichtyo, kleine weiße
Punkte überfallen Ihren Zierfisch. Hiergegen gibt es jedoch im Handel
sehr gut wirksame Präparate, die die Krankheit behandeln und Ihren
Fisch gesunden lassen.
Sollten Sie meine Ratschläge jedoch befolgen, tritt Ichtyo nicht
auf.
Grundsätzlich sollten Sie sich die Telefonnummer Ihres Börsenanbieters geben lassen, denn er wird Ihnen in wichtigen Fragen sehr gern weiterhelfen.
Sollte Ihr Interesse an der Aquaristik über die Haltung von Zierfischen hinausgehen, so können Sie sich gern unserem Aquarienverein Braunschweig e.V. anschließen. Hier werden Sie noch mehr über Ihre Pfleglinge in abendlichen Treffen erfahren, und unter anderem viele Gleichgesinnte kennenlernen.
Ich wünsche Ihnen mit Ihren „neuen Pfleglingen" viel Spaß und Freude.
Es wäre schön, Sie auf der nächsten Börse wiederzusehen.
Damals waren wir noch eine kleine Gruppe von Jugendlichen in diesem Verein. Inzwischen sind einige neue junge Mitglieder hinzugekommen.
Aber ich glaube, daß es bestimmt noch viele Kids gibt, die zu Hause auch ein Aquarium haben und vielleicht daran interessiert sind, sich einem Verein anzuschließen, um ihre Kenntnisse in der Fischzucht oder Haltung zu intensivieren.
Als ich vor fast 3 Jahren zum Aquarienverein kam, hatte ich schon ein paar Jahre mit meinen Fischen Erfolge gehabt. Aber es gab immer wieder Fragen, wie z.B. was muß ich meinen jungen Fischen füttern, damit sie gut wachsen oder warum legen bei mir die Welse keine Eier.
Mein Wissensdrang war groß, ich suchte bei älteren Aquarianern Rat. Als Mitglied des Aquarienvereins habe ich dann meinen Sachkundenachweis gemacht und werde somit als Fischzüchter anerkannt.
Auf den ersten Fischbörsen war ich mit 2-3 Becken vertreten, heute bin ich (mit meinem Bruder zusammen) schon mit ca. 10 Becken beteiligt. Fische züchten macht Spaß, aber es macht auch Arbeit.
Ich hoffe, ich habe jetzt viele Jugendliche neugierig gemacht. Wenn Ihr Lust habt, schaut doch bei unserem nächsten Vereinstreffen einmal vorbei. Es gibt bei uns keine Altersbegrenzung (unser zur Zeit jüngstes Mitglied ist 14 Jahre alt und auch schon seit der Gründung aktiv im Verein). Wer sich für die Aquaristik interessiert, ist herzlich willkommen. Ihr dürft natürlich auch Eure Eltern mitbringen.
Neugierig geworden?
| In diesem Bericht beschränke ich mich auf zwei Buntbarscharten, die Etagenzucht betreiben. Da wäre einmal Neolamprologus spec. „daffodil", den ich im Zoohandel unter dem Namen „Königin von Sambia" gesehen habe, | ![]() |
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und als zweites Julidochromis marlieri mit dem deutschen Namen Schachbrett-Schlankcichlide. |
Wer solche Barsche gern züchten möchte, sollte sich ein Artenbecken für diese anlegen, weil es sonst leicht zur Überbevölkerung kommen kann.
Wer nun noch Fragen hat oder etwas über diese Fische wissen möchte, der kann mich gerne anrufen.
| Wie kam nun dieser Fisch, dessen Ursprungsgebiete Texas, der Rio Medina und der San Antonio River sind, nach Kroatien? Da der Gambusia affinis ein sehr guter Mückenvertilger und sehr anpassungsfähig ist ( die Wassertemperatur auf Pag sinken im Januar im Durchschnitt auf 10 Grad ) wurde er vor ca. 70 Jahren in Kroatien zur Bekämpfung der Malaria ausgesetzt. | ![]() |
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Die Fische sind für die Haltung in Gesellschaftsaquarium geeignet.
Die Männchen erreichen eine Gesamtlänge von 3,5 - 4 cm, die Weibchen
eine Länge von 6,5 cm. Das Becken sollte gut bepflanzt sein.
Die Weibchen werfen zwischen 10 - 80 Junge, von denen dann wenige eine Chance haben, sich in den Pflanzen zu verstecken und aufzuwachsen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Lebendfutter, nehmen aber auch Flockenfutter. |