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XXX. Fishlight

März 2009

Inhaltsverzeichnis

  • Sri Lanka - Bei den Veddas im Trockendschungel
  • Mikrokosmos Aquarium
  • Frostfutter
  • Bemühungen um Cryptocoryne aponogetifolia
  • Smaragdfächerfisch - Sympsonichthys whitei
  • IG Barben - Salmler - Schmerlen - Welse
  • Unsere Vereinsfahrt im November 2008
  • Die kristallroten Garnelen
  • Der Floridakärpfling - Jordanella floridae
  • Schwanzstreifen Buntbarsch - Biotodoma cupido
  • Siamesischer Kampffisch - Betta splendens

  • Sri Lanka
    -
    Bei den Veddas im Trockendschungel

    Garra ceylonensis und Devario malabaricus

    Die Ureinwohner Sri Lankas wohnen in einfachen Lehm- und Holzhütten. Besucht habe ich den König und seine Gruppe in der Nähe von Mahiyangana im Trockenurwald. Wenn mich mein BlackBerry-GPS nicht täuscht, ist es ca. bei den Koordinaten 7.33672, 81.03103. Auch wenn sie weiterhin urtümlich in Lehmhütten wohnen, so leben sie doch inzwischen zusätzlich vom Tourismus, was unschwer an den vielen ausgestellten Fotos und dem Wohlstandsmüll auf dem Weg zum Dorf erkennbar ist. Da ich eher auf der Suche nach Wassergetier war und das Rinnsal neben der Hütte des Königs aufgrund des wenigen Wassers keine Fische und Wirbellosen beherbergte, nahm ich mir einen kleinen Bachlauf auf dem Weg zurück vom Dorf zur Erkundung vor.

    Ausgangspunkt war, wie so oft bei Aquarianern, eine kleine Brücke über den Bach, der auf der untersuchten Strecke von 500 m maximal einen Meter tief und fünf Meter breit war. Zu Regenzeiten führt er sicher mehr Wasser, was an dem Bachbett gut erkennbar war. Der Boden des Bachlaufs ist mit Sand bedeckt und in stillen Bereichen hat sich Laub abgesetzt. Große Steine und glatte Felsbrocken im Bach geben ihm sein markantes Aussehen und bieten mit ihrem Algenaufwuchs den vielen Garra ceylonensis Nahrungsgrundlage.

    Trotz der weitreichenden Abschattung des Wassers war es gefühlt mit knapp unter 30 °C ausreichend warm, um sich eine halbe Stunde beim Schnorcheln im Barbengetümmel zu entspannen und beknabbern zu lassen. Da ich eigentlich auf nicht-aquaristischer Dienstreise war, sind meine Messreagenzien und Thermometer in Deutschland geblieben. Daher kann ich über die Wasserwerte keine weiteren Aussagen machen.

    Als Wirbellosen-Aquarianer hatte ich natürlich gehofft, auch Garnelen oder Krabben zu finden, was mir dort allerdings nicht vergönnt war. Wie immer in tropischen Regionen hat man schnell Helfer dabei, die einem die "Arbeit" des Fischefangens abnehmen wollen. So zog ich mit zwei Vedda-Kindern von maximal 5 Jahren und meinem wohl gerade volljährigen Vedda-Führer den Bach hinab. Mein Fahrer, der meine Kameraausrüstung tragen wollte, zog es doch auf halber Strecke unangekündigt vor, sich zum Rauchen zum Auto zurück zu ziehen. Es ist halt nicht jeder ein Freund von Wasserspaziergängen.

    Obwohl wir mit zwei ca. 50 x 30 cm großen Keschern fangen konnten, waren die zum Fang ausgewählten Fische im freien Wasser nicht einfach zu erhaschen. Insbesondere die größeren Puntius bimaculatus erwiesen sich als dynamischer als wir und entkamen meist unseren Fangzügen, wodurch nur ein adultes Tier den Weg ins Netz fand. Jedoch verwandelten sich von zwei ausgewiesenen Fischkennern Sri Lankas als Puntius vittatus identifizierte 3 cm Fische später nach etwas Längenwachstum ebenfalls als Puntius bimaculatus. Als Jungtiere sind die Fische bis zu dieser Größe recht hochrückig und silbrig gefärbt.

    Der breite rote Längsstreifen der Zweifleck-Barbe bildet sich langsam ab 4 cm Gesamtlänge. Diese Fische sind auch im Aquarium recht agil und halten sich im unteren und mittleren Bereich auf. Als schlanke Schwimmer bevorzugen sie ausreichend freien Schwimmraum, haben jedoch auch nichts gegen etwas Pflanzen, in die sie sich zurück ziehen können.

    Von Devario malabaricus ließen sich sowohl bis 6 cm große Fische als auch Jungtiere von 2 cm erbeuten. Es ist eine Art, die in der Fotoküvette nach dem Fang nur erahnen lässt, welch wunderschöne Tiere es sind. Neben der tollen, goldenen Zeichnung auf glitzerndem, blauen Grund bestechen sie durch ihre Lebhaftigkeit.

    Bei der Fütterung mit rot unterstützendem Futter tendiert die gelbe Zeichnung und die Bauchregion Richtung orange. Etwas verwunderlich ist, dass D. malabaricus im heimischen Aquarium auch als Wildfänge überhaupt nicht scheu sind und zur Fütterung an der Frontscheibe auf mich warten. In der Literatur wird die Maximalgröße mit 12 cm angegeben, wobei mir im Biotop nur Malabarbärblinge mit maximal 8 cm über den Weg geschwommen sind. Somit sollte ein Aquarium, in dem sich die Fische voll entfalten können, mindestens 100 Liter Volumen haben. Eine Einrichtung entsprechend Biotop würde ich nicht empfehlen, da die glänzende Zeichnung erst bei gedämpfter Beleuchtung mit Licht und Schatten und dunklem Bodengrund richtig zur Geltung kommt. In der Sonne bei hellem Bodengrund erscheinen die Fische einfach nur grau. Neben ausreichend freiem Schwimmraum bietet sich eine Randbepflanzung an.

    Die in weiten Teilen Sri Lankas vorkommende Schmerle Lepidocephalichthys thermalis war nur dann zu erhaschen, wenn man sich mit Ruhe einem ruhigeren und meist schattigeren Bereich des Baches mit sandigem Bodengrund genähert hat. Mit etwas Geduld bewegen sich die Tiere Futter suchend über den Sandboden. Wenn sie still auf dem Sandboden sitzen, ist es aufgrund ihrer bräunlichen Musterung schwer, die vor Ort bis zu 8 cm großen Fische zu entdecken. Obwohl es keine Farbwunder sind, sehen die schlanken L. thermalis mit der Punkt- und Marmorzeichnung sehr ansprechend aus. Im Aquarium sind die Indischen Steinbeißer außer zur Futtersuche sehr ruhige Gesellen, die sich in dunkleren Bereichen des Aquariums am wohlsten fühlen. Bei der Fütterung sind sie nicht wählerisch, wenn die Brocken nur klein genug sind und vom Boden aufgenommen werden können.

    Die Saugbarbe Garra ceylonensis war in Größen bis zu 7 cm immer in kleinen Trupps von bis zu 6 Tieren unterwegs. In einem anderen Biotop mit deutlich kühlerem und schneller fließendem Wasser war sie mit bis 12 cm wesentlich größer. Im Aquarium erweisen sich diese ausdauernden Schwimmer als unangenehme Fotoobjekte, da sie nie wirklich still halten und gern die Scheiben rauf und runter schwimmen. Ansprechend gezeichnet sind die Ceylon-Saugbarben durch den hellen Längsstreifen auf braunem Grund, der sich durch die Augen bis auf die Nase durchzieht. Die Bauchseite ist hell. Die Flossen können einen rötlichen Touch haben. Aufgrund der Größe und Dynamik sind sie nur für Aquarien ab 100 cm Länge geeignet. Außerdem sollten sie wie in der Natur in kleinen Gruppen gehalten werden. Am besten füttert man die Garra mit Futtertabletten.

    Kai A. Quante, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Mikrokosmos Aquarium

    Cyanobakterien

    Wenn wir so vor unseren heiß geliebten Unterwasserwelten sitzen und dem bunten Treiben unserer fischigen oder wirbellosen Freunde zuschauen, uns an unserem Unterwassergarten erfreuen, offenbart sich unseren Augen nur ein kleiner Teil der ganzen Kulisse. Dahinter steckt noch viel mehr, Kleinstlebewesen oder Mikroorganismen, quasi der Mikrokosmos des Aquariums. Trotzdem wir sie nicht einfach sehen können, gibt es sie, und ohne sie geht gar nichts. Daher sollen diese Zeilen einen kleinen Einblick in diesen Bestandteil unseres Hobbys geben und die Sinne hierfür schärfen. Vor allem sollen die für uns wesentlichen Berührungspunkte aufgezeigt werden, denn wie bei allen Dingen, so gibt es auch hier zwei Seiten, eine positive und eine negative.

    Unter dem Begriff Mikroorganismen verbergen sich im Allgemeinen die Bakterien, die Pilze und die Algen. Um sie sehen oder mit ihnen arbeiten zu können, stehen den Mikrobiologen heute unterschiedlichste Kultur-, Färbe-, Präparations- und Mikroskopietechniken zur Verfügung. Als ursprünglichste, älteste und auch kleinste Lebewesen bilden die Bakterien für sich eine eigene Welt, um die es hier auch hauptsächlich gehen soll. Einige von ihnen besitzen sogar Organe zur aktiven Fortbewegung, beispielsweise Geißeln. Sie kommen in den unterschiedlichsten Formen vor und liegen zumeist in einem Größenordnungsbereich von etwa 1-10 µm. Sie weisen ein riesig großes Anpassungsvermögen auf, können sich rasant vermehren (das kann in Größenordnungen von Minuten erfolgen) und kommen mit den unwirtlichsten Lebensbedingungen aus. Von den Algen und Pilzen unterscheidet sie neben der Größe ein wesentlicher Punkt, ihre Erbinformation ist nicht in einem eigenen Zellkern untergebracht. Als Kleinstlebewesen sind Algen und Pilze etwa 10-100 mal größer als ihre bakteriellen Mitbewerber. Auch hier finden wir die unterschiedlichsten Lebensformen und -anpassungen. Aber eines haben sie alle gemeinsam, sie sind allgegenwärtig!

    Jeder kennt sicher den Umstand, wenn er ein Glas Wasser in die Fensterbank stellt, und sich nach einiger Zeit ein grüner Schleier aus Algen an der Glaswandung bildet. Gibt man noch einen Löffel Zucker hinzu, trübt sich das Wasser durch Bakterien meist nach einiger Zeit ein. Der beste Beleg des Vorhandenseins unserer kleinen Freunde. Sie haben günstige Lebensbedingungen angetroffen und sind munter gewachsen. Viele der Tierchen sind in der Lage, beispielsweise durch Einkapselung Überdauerungsstadien zu bilden, um ungünstige Umweltbedingungen zu überstehen.

    Was heißt das nun für uns in der Aquaristik?

    Mikroorganismen begegnen uns an wesentlichen Berührungspunkten. Einen Hauptaspekt stellt die Filterung unseres Aquarienwassers dar, also die Kläranlage des Aquariums. Der entscheidende Filtereffekt besteht allerdings nicht darin, dass das Wasser durch den Filter läuft (unabhängig vom jeweiligen Filtertyp) und der "Dreck" hierdurch entfernt wird. Nein, der kommt durch unsere unsichtbaren Freunde zustande, den Filterbakterien. Daher ist es in der Praxis eminent wichtig, einen Filter einzufahren, so dass sich eine Bakterienflora ausbildet. Dieses erfolgt automatisch und meist reichen 1-3 Wochen hierfür aus. Zur Beschleunigung kann man noch etwas Mulm aus einem eingefahrenen Aquarienfilter hinzugeben. Der Fachhandel bietet hier auch Produkte an, mit denen man sein Glück probieren kann, aber nicht muss. Jetzt soll aber ein wichtiger Hinweis nicht unterschlagen werden. Ein Filter kann sich mit der Zeit zusetzen, was seine Leistung mindert. Spätestens dann ist es Zeit, den Filter zu reinigen. Dies sollte so geschehen, dass der Filter nicht sterilisiert wird, sondern eine grobe mechanische Reinigung mit handwarmem Wasser erfolgt. Dann kann wieder hinreichend Wasser hindurchströmen, und die Bakterienflora bleibt ausreichend vorhanden und kann umgehend wieder ihre Filterarbeit aufnehmen.

    Was machen nun diese Bakterien. Sie leben von den ins Wasser gelangten Stoffen. Das sind weitgehend die Ausscheidungsstoffe der Fische oder absterbende Pflanzenbestandteile. Diese bauen die Bakterien zu Wasser und Kohlendioxid ab. Solche Stoffe enthalten aber auch Stickstoffbestandteile, die von zwei unterschiedlichen Bakteriengruppen über zwei Stufen vom Ammonium zum Nitrit und dann weiter zum Nitrat umgesetzt werden. Wichtig ist, dass diese Kaskade funktionstüchtig bleibt. Wird der zweite Schritt nämlich unterbrochen, reichert sich Nitrit an. Dieses ist sehr fischgiftig und hat schon manche Ausfälle bei unseren Pfleglingen verursacht. Daher sind ein funktionstüchtiger Filter und eine gute Luftversorgung eminent wichtig. Aber auch das Nitrat reichert sich an. Ab einer Konzentration von 50 mg/l ist es für die eine oder andere Fisch- oder Pflanzenart abträglich. Ich konnte dieses einmal durch ein regelrechtes Zerfallen eines Cabomba-Bestandes erleben. Daher empfiehlt es sich im Allgemeinen, die Nitratbelastung regelmäßig durch einen Wasserwechsel zu beseitigen. Das Thema Wasserwechsel ist an anderer Stelle im Fishlight schon hinreichend behandelt worden.

    Nicht nur chemische Inhaltsstoffe reichern sich im Wasser an. Auch unsere kleinen Freunde neigen hierzu. Das Wasser kann im Extremfall milchig werden, was wie oben beschrieben eine bakterielle Ursache haben kann. Das lässt sich etwa bei einer Organismenkonzentration ab 1 Mio. Keime /mL beobachten. Treten nun erhöhte Bakterienkonzentrationen auf, kann dies für einzelne Fischarten ein bedeutender Stressfaktor werden. Dieser führt dann im Extremfall zu Todesfällen. Häufig sind es die, wo sich keine eindeutige Ursache erkennen lässt. Grüne Eintrübungen sind auf Algen (häufig Grünalgen) zurückzuführen und kommen gerade bei erhöhten Nitrat- oder Phosphat-Konzentrationen vor. Es können aber auch richtige schmierige Belege auftreten, wo häufig Blaualgen als Übeltäter auftreten. Bei ihnen handelt sich im Sinne des Wortes aber nicht um Algen, sondern sie gehören ins Umfeld der Bakterien, der Cyano- oder Blaugrünbakterien. Für die beschriebenen Fälle ist ebenfalls der vorgenannte Wasserwechsel das probate Mittel zur Abhilfe.

    Unsere Mikroorganismen treten in einem weiteren Punkt als wichtige Akteure auf. Sie können als Krankheitserreger unserem Hobby sehr zusetzen. Hier zu sehr ins Detail zu gehen, sprengt den Rahmen dieses Artikels. Es empfiehlt sich, unsere Unterwasserbewohner regelmäßig zu beobachten. Beim Auftreten von Auffälligkeiten (Veränderungen des Verhaltens, äußerliche Veränderungen etc.) gibt es zahlreiche Fachliteratur, die gute Hinweise für Abhilfe bietet. Rat lässt sich jederzeit auch in einem Aquarienverein und im guten Fachhandel einholen. Der Einsatz von Medikamenten sollte möglichst gezielt und unter strengster Beachtung der Beipackzettel erfolgen. Es gibt halt Wirkstoffe in einzelnen Medikamenten, die dies unabdingbar machen. Ich möchte in diesem Zusammenhang jedoch auf eine Empfehlung kommen. Weisen Fische mechanische Verletzungen auf, bietet dies hervorragende Lebensbedingungen für Pilze oder Bakterien.

    Insbesondere tritt hier Schimmelpilz auf, der leicht als feines fädiges Geflecht erkennbar ist. Hier sollte den betroffenen Tieren unbedingt medikamentös geholfen werden. Pilze haben oft die Eigenschaft, neben der schmarotzenden Zersetzung des Körpergewebes ihres Wirtes auch Giftstoffe abzugeben. Dies kann mit tödlichen Folgen für die betroffenen Wirtstiere ausgehen.

    Gerade in Krankheitsfällen ist sauberes Arbeiten unbedingt erforderlich. Betreibt man mehrere Aquarien, müssen ein Verschleppen der Keime und eine Verbreitung der Krankheit vermieden werden. Dann sollte man doch einmal mehr zwischendurch die Hände waschen und beispielsweise ein Auskochen von Werkzeugen, Keschern usw. in Erwägung ziehen. Im Gegensatz zum Thema Filtern ist hier sauberes und möglichst steriles Arbeiten notwendig.

    In meiner langjährigen Aquarienpraxis mit ostafrikanischen Cichliden aus dem Tanganyika- und dem Malawisee ist mir auch der Umstand begegnet, dass manche Nachzuchttiere durch den Einsatz von Ozon unter keimarmen Bedingungen nachgezüchtet wurden. Ozon ist als stark oxidierendes Mittel ein technisch gutes Einsatzmittel, um Jungfischen einen zu starken Stress durch überhöhte Keimkonzentrationen zu ersparen. Hieraus ergibt sich allerdings ein Nachteil. Werden die Tiere nun abrupt in ein Becken ohne Ozonbehandlung überführt, kann ein nun vergleichsweise hoher Keimdruck wie ein Keulenschlag die Tiere treffen und Ausfälle bewirken. Dies sollte im Einzelfall erfragt werden. Die Tiere müssen dann langsam umgewöhnt werden.

    Zu guter Letzt heißt es zwar immer so schön, "big brother is watching you", aber unsere kleinen, unscheinbaren Freunde sind irgendwie doch am längeren Hebel.

    Wenn jemand Spaß an kleinen und interessanten Barben hat und sich gern die Zeit nimmt, in Ruhe vor dem Aquarium zu sitzen, dem sei diese Art empfohlen. Ich hoffe, dass sie dann durch erfolgreiche Zucht in der Aquaristik erhalten bleibt.

    Eckhard Fischer, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Frostfutter

    Von links: Cyclops, rote Mückenlarven, weiße Mückenlarven

    Heutzutage werden jede Menge Frostfuttersorten angeboten und vermarktet. Ich möchte davon drei Frostfuttersorten vorstellen, die ich gerne an meine Aquarienfische verfüttere: Rote, weiße und schwarze Mückenlarven. Bevor ich aber jede Sorte einzeln vorstelle, möchte ich darauf hinweisen, dass jede Frostfutterart gut aufgetaut und mehrmals gut durchgespült wird, bevor man sie den Fischen zur Fressorgie gibt. Hierdurch wäscht man Rückstände von Fremdkörpern oder eventuellen chemischen Stoffen heraus.

    Rote Mückenlarven: Diese Sorte enthält viele gute Nährstoffe für Farbe, Wachstum und Aktivität der Fische. Viele streiten sich darüber, dass man rote Mückenlarven nicht an alle Fische verfüttern sollte, wie z.B. Tanganyika- und Malawisee-Cichliden. Begründet wird dies damit, dass die Mückenlarven kleine Widerhaken haben, mit denen sie sich im Magen-Darm-Trakt festhaken und nicht wieder los lassen. Dadurch können die Fische dann Verstopfung bekommen und daran sterben. Trotzdem sehe ich die roten Mückenlarven als einen sehr guten Futterzusatz für viele Fischarten an.

    Weiße Mückenlarven: Ich verfüttere sie sehr gerne an meine Diskus-Buntbarsche, die sich sofort darauf stürzen. Die weiße Mückenlarve ist nach meinen Erfahrungen ein gutes Mittel, um zahlreiche Fischarten zum Ablaichen anzuregen. Häufig passiert es, wenn ich dieses Frostfutter verfüttert habe, haben meine Diskus schon nach einigen Stunden abgelaicht. Bei der weißen Mückenlarve braucht man aber keine Bedenken zu haben, wie bei der roten Sorte. Sie besitzt keine Widerhaken und kann bedenkenlos an jeden Fisch verfüttert werden.

    Schwarze Mückenlarven: Sie ist ein richtiger Energieschub und wird von jedem Fisch gerne aufgenommen. Man kann die schwarzen Mückenlarven aber genau wie die weiße Sorte zum Anregen des Ablaichens nutzen. Besonders bei Salmlern wird die schwarze Mückenlarve deshalb gerne dafür genommen. Ich zerkleinere sie mit einer Rasierklinge und gebe es meinen Jungtieren, die dadurch einen Proteinschub bekommen und schnell wachsen.

    Ich hoffe, mit meinen Frostfutter-Erfahrungen Ihnen einige Anregungen für ein perfektes Dinner für Ihre Fische gegeben zu haben.

    Martin Allstädt, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Bemühungen um Cryptocoryne aponogetifolia

    Cryptocoryne aponogetifolia

    Seit Jahrzehnten sind Cryptocorynen meine Lieblingspflanzen im Aquarium. Ich bin damit gewiss keine Ausnahme unter den Freunden tropischer Süßwasseraquarien, für die Fische und Pflanzen zusammen gehören. Für mich sind nur solche Cryptocoryne-Arten brauchbar, die auf Dauer submers zu halten sind. Die Anzahl der dafür wirklich geeigneten Arten ist eingeschränkt, umso mehr, als ich meine Aquarien vor allem mit weichem Regenwasser fülle. Aus diesen und auch anderen - mehr mentalen Gründen - ist Cryptocoryne cordata Griff., deren Lebensräume ich auf der Malaiischen Halbinsel einst wiederholt besuchen konnte, seit Langem meine Lieblingscryptocoryne, die nicht nur ziemlich einfach zu pflegen ist und sich dazu reichlich durch kurze Ausläufer vermehrt, sondern die mich auch das ganze Jahr hindurch immer wieder mit ihren schönen zitronengelben Blütenständen erfreut, die frei und knapp über dem Wasserspiegel stehen, ausnahmsweise auch einmal unter Wasser, wenn der Wasserstand auf 20 cm oder höher angestiegen ist. Samen habe ich bisher so nicht erzielt.

    Für einige Cryptocoryne-Arten werden in der Literatur natürliche Standorte im alkalischen Milieu in kalkreichen Gebieten angegeben. In Westmalaysia sah ich z. B. große Bestände von Cryptocoryne affinis N.E. Br. ex Hook. f. - während der Trockenzeit überwiegend emers - im Kalksteingebirge. Dass diese Art im weichen Wasser nicht befriedigend, falls überhaupt, wächst, weiß ich aus eigener alter Erfahrung.

    Um auch einmal mit ausgewiesenen Hartwasser-Arten Erfolg zu haben, verwende ich seit gut einem Jahr in einigen Becken Leitungswasser, das hier im Nordosten Hannovers eine Gesamthärte von 11,8 bis 15,2°dGH und eine Karbonathärte von 6,2 bis 10,1°dKH hat, also mittelhart ist, bei pH-Werten zwischen 7,54 und 7,75 (laut Mitteilung der Stadtwerke Hannover AG).

    In meinem Regenwasser konnte ich Arten wie Cryptocoryne usteriana Engl. und Cryptocoryne hudoroi Bogner & Jacobsen nie lange am Leben halten, Arten, die ausschließlich im harten Wasser zu finden sind. Ebenso negativ waren meine Versuche mit Cryptocoryne aponogetifolia Merrill (1919) im weichen Wasser.

    Als ich wieder einmal gesunde Cryptocoryne aponogetifolia, diesmal aus einem privaten Aquarium in der Nachbarschaft und nicht aus dem Handel erhielt, pflanzte ich diese in 14 cm-Kunststofftöpfe in ein Kies-Sand-Gemisch mit einer Prise Lehm dazu, und setzte sie in ein großes 1.000-Liter-Becken mit Leitungswasser, Wasserstand über dem Boden 40 cm bei mäßigem Licht. Die kräftigste Pflanze bildete nach Monaten kurze oberirdische Ausläufer, auch über den Topfrand hinaus, die ich zum Teil abtrennte. Mitte Oktober erschien ein einzelner Blütenstand. Am 18 cm langen Stiel wuchs eine 30 cm lange Blütenscheide, die ihre hellrötliche schmale Spatha kaum über die Wasseroberfläche erhob.

    Der ganze Anblick war zwar keineswegs erhebend. Da aber Christel Kasselmann erwähnt, dass Blütenstände von Cryptocoryne aponogetifolia nur selten im Aquarium und nur an submersen Pflanzen erscheinen, schildere ich mein bescheidenes Erlebnis in der Hoffnung, dass andere Cryptocorynenfreunde meine Beobachtungen ergänzen werden. Nach rund zehn Tagen zerfiel und verging die ganze Spatha in bekannter Weise im Wasser. Der Stiel hielt sich länger.

    Angesichts ihrer Größe und ihres Vermehrungsdranges zögere ich, die Pflanzen aus den Töpfen zu nehmen und sie frei im 2 m-Becken auszupflanzen, das dann womöglich bald ganz zugewuchert sein könnte, wie ich es in einigen hohen öffentlichen Schauaquarien wiederholt gesehen habe.

    Da die stattliche Cryptocoryne aponogetifolia auch meines Erachtens für die meisten "Wohnzimmer-Aquarien" nicht wirklich geeignet ist, empfiehlt Christel Kasselmann vergleichbare Alternativen wie die ebenfalls von den Philippinen stammende Cryptocoryne usteriana (70 cm hoch) und Cryptocoryne hudoroi von Borneo (20-50 cm), die beide auch im harten Wasser wachsen, und wie kleinere C. aponogetifolia wirken könnten.

    Über die natürlichen Standorte von Cryptocoryne aponogetifolia berichtet Joachim Schulze, der 1978 im Süden der Philippineninsel Luzon mehrere Fundorte besuchte und genaue Angaben über die dort beobachteten submersen und emersen Pflanzen mit anschaulichen Fotos machte. Ich kenne bisher keine bessere Beschreibung der Biotope und der Haltung dieser Cryptocoryne als die von Schulze.

    Josef Bogner ist 1983 auf den Philippinen der damals noch strittigen Frage nachgegangen, ob Cryptocoryne aponogetifolia Merrill und Cryptocoryne usteriana Engler nur eine oder doch zwei Arten seien. Auf der kleinen Insel Guimaras fand er sehr mickrige Exemplare von Cryptocoryne usteriana, von denen er einige lebend heimbrachte. Diese Pflanzen wurden in der Kultur wesentlich kräftiger und viel größer. Friedrich Möhlmann brachte sie zur Blüte, und bald stand fest, dass es sich um zwei selbständige Arten handelt: C. aponogetifolia und C. usteriana.

    Überrascht hat mich die Angabe von Josef Bogner, dass der pH-Wert des Wassers am Fundort von Cryptocoryne usteriana auf Guimaras nur 6 war. Allerdings fehlt der Wert der Wasserhärte dort.

    Jan D. Bastmejer aus den Niederlanden macht in "The Crypts Pages" und in "Planted Aquaria" 2000 und 2001 mit vielen eigenen Fotos und auch solchen von Josef Bogner und Niels Jacobsen im Internet Angaben über seine Begegnung mit Cryptocoryne aponogetifolia an Fundorten auf Luzon und zur Pflege der Art.

    Die mehr wissenschaftlich interessierten Cryptocorynen-Liebhaber unter den Aquarianern, die ihre seltenen und heiklen Pflanzen lieber "biotopgerecht" im Paludarium pflegen und dabei auf Fische notgedrungen ganz verzichten, sehen meine bevorzugte Praxis der Haltung von Cryptocorynen mit Fischen vermutlich skeptisch, da ich im Zweifelsfalle den Ansprüchen meiner Fische den Vorrang gebe. Bei den dauernd submers wachsenden, weniger anspruchsvollen Cryptocoryne-Arten ist das in der Regel leichter zu machen und "biotopgerecht" mag es trotzdem sein.

    Literatur:

  • Bastmeijer,Jan D., The Crypts pages 2001 (Internet).
  • Bogner, Josef, Cryptocoryne usteriana Engler und Cryptocoryne aponogetifolia Merrill, Aqua-Planta 4-84, 9. Jahrg.
  • Jacobsen, Niels, Cryptocorynen, Stuttgart 1982.
  • Kasselmann, Christel, Taschenatlas Aquarienpflanzen, Stuttgart 2005.
  • Schulze, Joachim, An den natürlichen Standorten von Cryptocoryne aponogetifolia Merrill in den Philippinen. DATZ 1978.
  • Herbert Bader, Hannover


    Smaragdfächerfisch
    -
    Sympsonichthys whitei

    Smaragdfächerfisch

    Sympsonichthhys whitei (Myers, 1942), der Smaragdfächerfisch, ist ein südamerikanischer Killifisch und hieß vor seiner Umbenennung bis vor wenigen Jahren noch Cynolebias whitei. Sein Vorkommen liegt in Brasilien in der Umgebung von Rio de Janeiro. Dort lebt er in periodisch austrocknenden Tümpeln, die zur Regenzeit kaum tiefer als 1 m sind. Die Wassertemperaturen schwanken extrem zwischen 10 und 37 °C. Im Mittel liegen sie bei etwa 23 °C.

    Er ernährt sich vor allem von Wasserinsekten und Anflugnahrung. Die Männchen erreichen eine Länge von 7 cm. In Ausnahmefällen können sie sogar 10 cm erreichen. Die Weibchen bleiben mit 4 - 5 cm wesentlich kleiner. Die Grundfarbe der Männchen besteht aus einem intensiven Rotbraun mit vielen grünlichen Punkten. Bei den schönsten Männchen reicht im Alter die Rückenflosse bis hinter die Schwanzflosse. Die Weibchen sind wie bei fast allen Killifischen mit ein paar dunklen Querstreifen ziemlich farblos. Ich halte ihn wegen seiner imposanten Erscheinung jetzt schon seit rund 25 Jahren.

    Wie alle Killifische sind sie bei guter Fütterung äußerst schnellwüchsig und nach 6 Wochen schon fortpflanzungsfähig, allerdings nach 8 Monaten schon im Vergreisungsstadium. Die kräftigsten Smaragdfächerfische habe ich immer bei der Freilandhaltung im Gartenteich erhalten. Ich habe sie meistens als Jungtiere Ende Mai eingesetzt und Ende Oktober als ausgewachsene Tiere wieder abgefischt. Sie waren durch das vielfältige Futterangebot immer in bester Kondition. Füttern tue ich die Whiteis vor allen Dingen mit allen Arten von Lebend- und Frostfutter. Allerdings lassen sich die Fische sogar an Trockenfutter gewöhnen und sind somit auch für ein Gesellschaftsaquarium mit friedlichen Fischen geeignet.

    Die Zucht ist in Wirklichkeit auch sehr einfach, jedoch für Nichtkillifischbesitzer ungewöhnlich. Ich setze ein Trio mit einer ca. 5 cm hohen Schicht Torf in einen etwa 10 l großen Behälter ein. Im Torf laichen die Fische täglich ab. Nach ca. 3 Wochen kann man mit Hilfe eines feinmaschigen Keschers den Torf mit den Eiern entnehmen und auf Zeitungspapier auf "Tabakfeuchte" trocknen. Damit ahmt man die Trockenzeit in der freien Natur nach. Dort trocknen die Tümpel in der Sommerzeit aus, und die Alttiere sterben. Nur die zuvor im Schlamm abgelegten Eier überleben und reifen im noch leicht feuchten Boden, woraus dann in der nächsten Regenperiode die nachfolgende Generation von Killies schlüpft.

    Der Torf mit den Eiern wird nach dem Antrocknen in einen mit Datum beschrifteten Plastikbeutel gegeben und je nach Jahreszeit - bei mir kann es im Sommer im Fischzimmer sehr warm werden - bei 20 - 30 °C gelagert. Nach etwa 3 Monaten gieße ich den Torf mit ca. 20 °C warmem Wasser auf. Die nach einem Tag geschlüpften Jungfische fressen sofort frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und wachsen bei guter Fütterung sehr schnell.

    Diese Südamerikaner sind einfach faszinierend. Zwei sich gegenseitig mit fast bis zum Zerreißen gespannten Flossen imponierenden Männchen sind ein wirklich toller Anblick und sicherlich für jeden Aquarianer etwas ganz besonderes.

    Hans-Joachim Ephan, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    IG Barben - Salmler - Schmerlen - Welse

    Internationale Gemeinschaft für Barben-Salmler-Schmerlen-Welse

    Am 8. November 2008 wurde in Sievershausen, wenige Kilometer östlich von Hannover gelegen, die Internationale Gemeinschaft für Barben-Salmler-Schmerlen-Welse (IG-BSSW) gegründet. Im Laufe des Tages waren dazu fast hundert Aquarianer, Amateurbiologen und Wissenschaftler zusammen gekommen. Und das, obwohl die Einladung ausschließlich der Gründung eines Vereines diente: Von Vereinsmüdigkeit war nichts zu spüren!

    Die schlanke Satzung beschränkt sich auf das organisatorisch und vereinsrechtlich Notwendige. Alle Mitglieder arbeiten vollständig ehrenamtlich. Wichtig ist der aquaristische und biologische Inhalt: Die Internationale Gemeinschaft Barben Salmler Schmerlen Welse ist ein unabhängiger Idealverein, selbstlos tätig und verfolgt gemeinnützige Zwecke. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen um die Fischgruppen Barben, Salmler, Schmerlen und Welse durch nationale und internationale Kontakte zu Aquarianern und Wissenschaftlern zu vermehren und durch ihre Publikationen in gedruckter und elektronischer Form zu verbreiten. Die IG BSSW fördert durch Nachzucht und Austausch die Verbreitung der betreuten Fischgruppen in der Aquaristik und Wissenschaft. Sie respektiert den Tierschutz und lehnt es ab, gentechnisch veränderte oder Anzeichen von Qualzuchten zeigende Fischarten in Aquarien zu halten.

    Als Vorsitzender des Vereins wurde Hans-Jürgen Günther gewählt. Geschäftsführer ist Uwe Wolf. Die Finanzen verwaltet Annegret Ott. Die Redaktion des vierteljährlichen Periodikums "BSSW-Report" betreuen Dr. Martin Grimm und Dr. Stefan K. Hetz. Das Internet-Team leitet Marcus Schnau. Die Fischgruppen Barben, Salmler, Schmerlen und Welse werden fachlich betreut in der genannten Reihenfolge von Stephan Pahl, Christian Westhäuser, Hans Beiderbeck und Erik Schiller.

    Das neue Logo stellt eine stilisierte Fischlarve in einem Ei dar. Es löst das alte Logo mit vier stilisierten Fischen der Vorgängerorganisation ab, die von 1998 bis 2008 aktiv war. Die bald schlüpfende Fischlarve repräsentiert alle vier Fischgruppen und symbolisiert den Neuanfang in einer anderen Organisationsform. Zugleich ist sie Symbol für zukunftsweisende Tierpflege in der Obhut des Menschen, Fortpflanzung und Evolution. Im Jahr 2009 blicken Biologen auf 150 Jahre wissenschaftliche Evolutionstheorie, und der 200. Geburtstag von Charles Darwin kann gefeiert werden. Das kleine Logo mit dem Schriftzug IG BSSW darunter demonstriert, dass sich die Gemeinschaft auf diese Ideen stützt; das größere Logo mit dem umlaufenden Schriftzug symbolisiert die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Mitglieder. Die Jahresfachtagung 2009 wird im Hotel Fricke in Hämelerwald vom 4. bis 6. September 2009 stattfinden; im Jahr 2010 wird sie im Mannheimer Raum und 2011 vielleicht in Berlin stattfinden. Weitere Informationen über Mitgliedschaft, Termine und Aquaristik im Internet unter www.IG-BSSW.org

    Warum Barben, Salmler, Schmerlen und Welse in einer Organisation?

    Auf den ersten Blick erscheint eine Zusammenstellung von Süßwasserfischen wie Barben, Salmlern, Schmerlen und Welsen (BSSW) ziemlich willkürlich. Was haben Barben, Salmler, Schmerlen und Welse eigentlich gemeinsam?

    Fischkundlich handelt es sich um folgende Fischgruppen: Karpfenförmige Fische (Schmerlen, Barben und Bärblinge), Salmler und Welse.

    Auf den ersten Blick erscheinen dem Aquarianer diese Fische in höchstem Maße unterschiedlich. Auf den zweiten, eher zoologischen, Blick sind bei Barben, Salmler, Schmerlen und Welsen (BSSW) fischkundliche Merkmale auszumachen, die ihre aquaristische Zusammenfassung begründet. Den vier Gruppen von Fischen sind folgende Eigenschaften gemeinsam:

  • Es sind primäre Süßwasserfische, deren Stammesgeschichte also im Süßwasser begonnen und sich fortgesetzt hat.
  • Sie haben einen Weber'schen Apparat (Weber'sche Knöchelchen), eine knöcherne Verbindung zwischen vorderem Schwimmblasen-Rand und dem Ohr-Labyrinth und dient der Wahrnehmung von Druckveränderungen.
  • Sie können Schreckstoffe produzieren und biochemisch so miteinander kommunizieren.
  • Es gibt gemeinsame Knochenstrukturen der Schwanzflosse.
  • Hans-Jürgen Ende, IG BSSW


    Unsere Vereinsfahrt im November 2008

    Zwergsalmler

    Dieses Mal ging unsere Vereinsfahrt nach Dessau in die Wasserpflanzengärtnerei OK Oliver Krause. Tobias Fricke und Ecki Fischer legten nach Absprache mit Oliver Krause den Termin auf den 15.November fest. Der gecharterte Bus mit 50 Plätzen war relativ schnell ausgebucht. Auch einige KIDS aus unserer Jugendgruppe und Gäste waren mit dabei.

    Es sollte vom Busbahnhof Braunschweig um 7.00 Uhr morgens losgehen. Mit einer geringfügigen Verspätung von ca. 20 Minuten später rollte dann der Bus auch gen Osten los. Die beiden installierten Bildschirme im Bus zeigten immer wieder, wie wir die zeitliche Verspätung nach und nach wieder hereinholten. Das Wetter bescherte uns unterwegs eine gute Sicht mit leichter Bewölkung und ließ uns fast pünktlich so kurz nach 10.00 Uhr am Zielort, der Wasserpflanzengärtnerei, eintreffen.

    Schnell aus dem Bus gestiegen, suchten wir doch die Wärme im Gewächshaus. Um Oliver Krause versammelten sich unsere Mitglieder und verfolgten seinen Vortrag zur Geschichte der Gewächshäuser. Erstaunlich war, was Oliver Krause und seine Mitarbeiter in sehr kurzer Zeit und mit viel Eigenleistung geschaffen haben. Denn das Unternehmen besteht erst seit etwa Ende 2007.

    Sehr rasch verteilte sich die Menge der Besucher zwischen den submersen und emersen Pflanzenzuchtanlagen. Da wir auch eine einige Pflanzen erwerben konnten, waren die Gänge schnell belegt und jeder suchte sich seine Lieblingspflanzen heraus. An den strahlenden Gesichtern konnte man erkennen, dass wohl jeder sein Schnäppchen machen konnte. Voller Erstaunen versammelten sich nicht nur die KIDS an den submersen Pflanzenbecken, die so einige Farbtupfer durchblicken ließen. Guppys, Schwertträger, Black Mollys, Garnelen und noch einiges mehr tummelten sich in der großzügigen Anlage. Unsere KIDS durften sich kostenfrei ein paar Guppys heraus fangen und mitnehmen. Herr Krause führte aus, dass neben dem weiteren Gärtnereiausbau auch der Aufbau einer Fischanlage verfolgt wird.

    Die Zeit verlief schnell, Fische und Pflanzen waren gut verpackt und im warmen Bus gut untergebracht. Kaffee, Cola, Wasser, Bier usw. gab es vom Busfahrer aus der Bordküche und schon ging es weiter nach Köthen zum Mittagessen. Ein Gruppenbild der anschließend "mehr oder weniger" gesättigten Reisegruppe war dann unumgänglich und erinnert uns vielleicht auch noch nach einigen Jahren an den kurzen Aufenthalt in Köthen.

    Jetzt ging es wieder zurück nach Niedersachsen, aber nicht nach Braunschweig, nein nein, Lutter am Barenberge am nördlichen Harzrand wurde angesteuert, der Zierfischgroßhandel Aquarium Lutter von Daniel Wagner, noch ein Highlight. Auch hier war im Vorfeld der Besichtigungstermin abgesprochen. Jörg Hauschild terminierte mit Daniel Wagner die Ankunftszeit.

    Ein kurzer Weg durch die Harzer Frischluft und wir waren wieder im tropischen Klima, warm und schön feucht. Die Atmosphäre eines Fischgroßhandels ist schon etwas Besonderes, die nicht mit dem Zooladen von nebenan verglichen werden kann. Viele von uns waren erstaunt über die Anlage von Herrn Wagner, mit der großen Anzahl von Aquarien zur Hälterung der unterschiedlichsten Fischarten.

    Auch hier durften wir Fische erwerben. So Einige suchten und fanden wohl auch die Fischart, die man im Zooladen selten oder gar nicht sieht, Fischarten, die man pflegen oder auch züchten möchte, um einfach mal wieder neue Erfahrungen zu sammeln. Das Aquarianerherz schlägt halt einfach höher, wenn einmal die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen bei einem Großhändler ermöglicht wird.

    Pünktlich wollten wir abends wieder zu Hause sein, so wie es mit unserem Busunternehmen vereinbart war. Das schafften wir auch und ca. 18:30 Uhr endete unsere Fahrt. Die Gruppe löste sich schnell auf, weil doch jeder seine Errungenschaften noch sicher zu Hause in die neue Umgebung einbringen musste.

    Zum Schluss bedanken wir uns bei beiden Unternehmen, dass Sie uns Aquaristen den Besuch und den nicht alltäglichen Einblick ermöglicht haben.

    Peter Kemnitz, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Die kristallroten Garnelen

    Crystal red Zwerggarnele

    Die kristallroten Garnelen kommen ursprünglich aus China. Ihre Nahrung sind Granulatfutter, Flockenfutter, Frostfutter und Artemianauplien. Außerdem fressen sie gerne Algen.

    Die Feinde der Kristallrotengarnelen sind z.B. Kugelfische, Zwergbuntbarsche, Guppies, Skalare, Black Mollies. Daher sollte man sie nicht zusammen in ein Aquarium setzen. Die Wassertemperatur muss bei ungefähr 15 °C bis 25 °C liegen. Wenn es wärmer als 30 °C wird, sterben die Garnelen.

    Die weiblichen Kristallroten Garnelen sind ab 3 Monaten geschlechtsreif. Sie können bis zu 50 Eier tragen. Das Weibchen trägt die Eier 4 Wochen lang. Die Eier sind relativ groß, und wenn die Babys schlüpfen, sehen sie aus wie die Eltern. Die Babys sind am Anfang 2 mm groß. Die Weibchen werden bis zu 3 cm groß. Männchen werden bis zu 2,5 cm groß. Die Kristallrotengarnelen sind rot-weiß gestreift und haben kleine Scheren. Mit den Scheren können sie niemanden verletzen. Ein Japaner hat eine rote Bienengarnele in seinem Aquarium gefunden. Für die in Japan als Red bee bezeichnete Garnele mit viel weiß, hat jemand eine kristallrote Garnele mit einer Hummelgarnele zusammen gesetzt. Ihr Aquarium sollte mindestens 12 Liter haben. Die Garnelen fressen gerne Buchenlaub. Es ist gut für die Häutung. Sie brauchen Pflanzen und besonders Farn und Moose. Für die Garnelen nehmen sie ein Filter mit Luft. Weil sie beim Motorfilter rein kommen und sonst sterben. Sie sollten auch jedes Wochenende Wasser wechseln. Sie können bei Kupfer im Wasser sterben.

    Alexander Schumacher (11 Jahre), Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Der Floridakärpfling
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    Jordanella floridae

    Floridakärpfling - Jordanella floridae

    Der Name sagt es, ein kleiner prächtiger Fisch aus Florida. Er kommt dort in Tümpeln, Seen und kleinen Bächen sowie den Sumpfgebieten im Süden der Everglades vor. Er gehört der Gruppe der "Eierlegenden Zahnkarpfen" an.

    Seine Körperform ist hochrückig und etwas gedrungen und an der Seite abgeflacht. In Balzstimmung zeigt er sich von seiner schönsten Seite - die Färbung ist dann stetig verändert. Bei gutem Licht ist der Körper mit stahlblau bis gelbgrün irisierenden Längsreihen von Tüpfeln gezeichnet. Über den Bauchflossen befindet sich ein dunkler Fleck, der je nach Stimmung mal heller oder dunkler erscheint. Rotbraune Punkte oder Binden ziehen sich von den Kiemen bis zur Schwanzwurzel. Die Afterflosse zeigt sich in einem gelblichgrünen Farbton. Die Schwanzflosse ist bläulich bis orange gefärbt.

    Das Weibchen ist blasser als das Männchen und hat schachbrettartige dunkle Flecken an der Körperseite. Über der Brustflosse tragen sie den gleichen dunklen Fleck wie die Männchen, allerdings im hinteren Zipfel der Rückenflosse einen deutlich ausgeprägten schwarzen Fleck.

    Zur Zucht reicht ein 20 l Becken aus. Es sollte mit feinem Kies, noch besser mit Sand und einigen Pflanzen ausgestattet sein. Die Wassertemperatur beträgt ca. 20 °C. Zur Zucht kann sie um 2-4 °C erhöht werden. Sehr gern haben sie es auch, wenn die Morgensonne ins Aquarium scheint - ein Fensterplatz wäre ideal. Die ca. 6 cm großen Fische stellen keine besonderen Ansprüche an die Wasserqualität, auch in härterem Wasser vermehren sie sich gut. In der Balz, nach kräftigem Treiben, legt das Männchen durch Wedeln und Schlagen mit den Flossen eine flache Grube an. In diese gibt das Weibchen ihre klaren und sehr schwer zu erkennenden Eier ab, die dann sofort vom Männchen befruchtet werden. Ca. 70-100 Stück je nach Laichzustand des Weibchens sind keine Seltenheit. Ab jetzt aber ist es "Schluss mit lustig" und der "Chef" übernimmt das Geschehen im Becken. Er befächelt das Gelege und vertreibt unentwegt das Weibchen. Zum Schutz sollte es herausgefangen werden. Die Jungfische schlüpfen nach 6-9 Tagen. Nach Freischwimmen der Brut kann der "Chef" auch herausgefangen werden. Der Bewachungstrieb erlischt dann langsam. Nicht selten werden dabei einige Jungtiere verspeist. Die winzigen Fischchen können mit Micro-Würmchen oder Artemia gefüttert werden. Junge wie ausgewachsene Tiere fressen gern Algen bzw. weiche Pflanzenteile. Dieses trägt sehr zum Wohlbefinden der liebenswerten Pfleglinge bei.

    Wolfgang Vespermann, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Schwanzstreifen Buntbarsch
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    Biotodoma cupido

    H3>Schwanzstreifen Buntbarsch - Biotodoma cupido

    Die Erstbeschreiber gingen von einem Höhlenbrüter aus und gaben ihm die griechischen Silben biotos für Leben und domos für Haus bzw. Höhle. Cupido ist der Name eines Römischen Liebesgottes. Die genaue Vermehrungsweise ist noch nicht bekannt. Es gibt für Biotodoma keine deutsche Übersetzung. Biotodoma kommt im gesamten Amazonasbereich vor. Es gibt verschiedene Standortvarianten. Die vorgestellte Art kommt aus der Umgebung von Santarem. Es unterscheiden sich die Tiere aus dem peruanischen Amazonastiefland von den Tieren aus Brasilien.

    Die Tiere werden ca. 15cm groß. Männchen unterscheiden sich in der Größe von den Weibchen, die etwas kleiner bleiben. Sie haben einen ovalen Körper und einen schwarzen Augenstrich. Im hinteren Körperbereich befindet sich ein Augenfleck. Unter den Augen befinden sich blau-grüne Linien bzw. Punkte. Anhand der Linien bei den Männchen und den Punkten bei den Weibchen können sie unterschieden werden. Die Afterflosse leuchtet in unteren Bereich rötlich.

    Die mittelgroßen südamerikanischen Cichliden passen sehr gut in ein mittleres Südamerikabecken (ca. 150-200 L Volumen). Es sollten ihnen verschiedene Rückzugsmöglichkeiten in Form von Holz, Pflanzen und großen Steinen geboten werden. Sie lassen sich mit anderen Buntbarschen und Panzer-, sowie den äußerst beliebten Saugwelsen vergesellschaften. Größere Salmler sind auch geeignet, wenn sie nicht zu hektisch im Becken umher schwimmen. Sie sollten nicht an den Buntbarschen zupfen oder sie jagen. Für ihr Wohlbefinden sollte man dunklen und feinsandigen Kies verwenden. Eine Mischung aus Sand mit großen und kleinen Steinen ist ideal.

    Biotodoma lassen Pflanzen in Ruhe. Sie graben im Gegensatz zu Geophagus kaum im Bodengrund. Sie bevorzugen den freien Schwimmraum im Becken. Füttern können Sie die Tiere mit Frostfutter oder Granulat. Sie fressen alle gängigen Futtersorten wie rote,- schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia und Cyclops. Krill wird nur sehr selten gefressen.

    Text: Jan Wessel, Aquarienclub Braunschweig e.V.


    Siamesischer Kampffisch
    -
    Betta splendens

    Siamesischer Kampffisch - Betta splendens

    Sie werden jetzt sicher auf Anhieb denken, ''Ach nein, bitte nicht schon wieder ein Artikel über diese Art''. Aber in den letzten Jahren haben sich eben doch neue Erkenntnisse über das Verhalten und die Pflege aufgetan, die noch keinen Eingang in die übliche Fachliteratur gefunden haben.

    Obwohl der Betta splendens ja schon seit Jahrzehnten im Hobby vertreten ist, gehört er immer noch zu den Lieblingsfischen vieler Aquarianer. Leider begegnen wir ihm nicht immer mit dem nötigen Wissen, um ihn als dauerhaften Gast in unseren Aquarien pflegen zu können.

    Vorkommen:
    Ursprünglich entstammt die Wildform aus Thailand und Kambodscha. Durch menschliche Auswilderung ist er aber auch in vielen anderen südostasiatischen Ländern und auch in Teilen von Südamerika dauerhaft nachgewiesen worden.

    Ansprüche:
    Siamesische Kampffische sind von Natur aus Einzelgänger, die nur zur Vermehrung die Nähe von Artgenossen suchen. Das ist aber nur ein zeitlich kurz begrenzter Abschnitt. Ihre innerartliche Aggressivität lässt einem Aquarianer keinen großen Spielraum zum Ausprobieren, ohne dass man mit der Gefahr spielt, dass sich zwei Tiere gegenseitig töten.

    Das ist leider nicht nur bei den Männchen der Fall, sondern kann auch bei Weibchen vorkommen.

    Man wird sicher von vielen Beispielen hören, wo eine Vergesellschaftung von mehreren Tieren leidlich funktioniert hat. Ganz sicher sind die anderen Beispiele mit tödlichem Ausgang in der Überzahl.

    Das dürfen wir als verantwortungsvolle Tierhalter nicht riskieren!

    Ein einzelnes Bettamännchen kann man gut mit passenden Beifischen in einem 54 Liter Standardaquarium halten. Eine dauerhafte Vergesellschaftung mit 1 - 2 Weibchen führt in einem solch kleinen Becken zu stetigem Stress bei den Tieren, was einen frühzeitigen Tod zur Folge hat.

    In großen Aquarien ab 200 Liter aufwärts kann so was gut gehen, wenn das Becken gut strukturiert und dicht bepflanzt ist. Die Kampffische müssen sich aus dem Weg gehen können.

    Ansonsten sind sie aber recht anspruchslose Pfleglinge, die man mit allen gängigen Futterarten, die der Fachhandel bietet, gut versorgen kann.

    Frost - und Granulatfutter wird gern genommen und, wenn man die Möglichkeit hat, Lebendfutter zu bekommen, sind sie hellauf begeistert, da es ihren Jagdtrieb entfacht.

    Kann man folgende Wasserparameter bieten, kämen sie als Pfleglinge in Betracht:
    pH-Werte von 6,0 - 7,5; Gesamthärte von 5 - 20° dGH und eine Wassertemperatur von 24 - 28 °C.

    Das Aquarium sollte abgedeckt sein, da die Luft über der Wasseroberfläche etwas wärmer sein sollte als das Wasser selbst. Da die Betta splendens zu den sogenannten Labyrinthfischen zählen, nehmen sie fast ausschließlich atmosphärische Atemluft auf. Wäre diese zu kühl, würde das die Tiere schwächen, und sie könnten daran eingehen. Da im Handel meistens die großflossigen Zuchtformen wie die Schleierschwänze und Halfmoon angeboten werden, dürfen die Aquarien nicht zu hoch sein, damit die Tiere einen nicht zu langen Weg zur Wasseroberfläche haben. Auch das würde sie dauerhaft zu sehr stressen und schwächen. Als Obergrenze zwischen Bodengrund und Wasseroberfläche gelten etwa 40 cm. Als Bewohner stehender Kleinstgewässer sollte auch eine übermäßige Strömung vermieden werden.

    Ein Zuviel an Bepflanzung im Aquarium kann es nicht geben. Ein dichter Dschungel, abgerundet mit einer Schwimmpflanzendecke, kommt ihnen sehr entgegen.

    Vergesellschaftung:
    Da sie nur innerartlich ein hohes Aggressionspotential haben, kann man sie gut mit anderen Arten zusammen pflegen. Dabei ist aber auch auf einige Grundsätze zu achten. Flossen zupfende Barben und verspielte Lebendgebärende passen nicht.

    Kleiner bleibende Bärblinge, wie z.B. der Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha) oder auch Arten aus der Borarasgruppe, gehen indessen ohne Probleme. Außderdem habe ich gute Erfahrungen mit diversen Corydoras-Arten gemacht. Da sollte man allerdings auch deren Ansprüche an die Wassertemperatur Rechnung tragen. Arten wie C. sterbai, C. gossei oder C. caudimaculatus kämen in Frage.

    Zucht und und Fortpflanzung:
    Die Zucht des Betta splendens ist nicht schwer. Wer schon etwas Erfahrungen mit anderen Schaumnestbauern gemacht hat, sollte auch hier klarkommen.

    Allerdings sollte sich nicht jeder Aquarianer ohne züchterische Ambitionen damit befassen, da es auf Dauer gesehen nicht einfach ist, womöglich 100 - 200 Betta splendens aufzuziehen. Sie können sich vorstellen, was es bedeutet, vielleicht 100 Männchen separat zu pflegen und groß werden zu lassen.

    Fazit:
    Für mich gehören diese liebenswerten Tiere wirklich zu den Arten, die jeder Aquarianer einmal in seiner Laufbahn gepflegt haben sollte. Es handelt sich, sofern man einige wichtige Vorgaben beachtet, um dankbare und interessante Fische. Also nur Mut, werden sie Kampffischhalter!

    Zu allerletzt möchte ich mich bei meinem Fischfreund Markus Bache bedanken. Er ist seit Jahren ein engagierter und erfolgreicher Betta splendens-Züchter, der mir freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt hat.

    Text: Thomas Teichmann, Aquarienclub Braunschweig e.V.; Fotos: Markus Bache